Tage der Resonanz - 17./18. Oktober 2025
Ein Rückblick
Die Tage der Resonanz im Klanghaus Toggenburg waren kein klassischer Kongress – sondern ein Erfahrungsraum. Ein Ort, an dem Menschen langsamer wurden, genauer hörten, tiefer dachten und Resonanz nicht nur besprachen, sondern erlebten: im Dialog, im Körper, in der Stille, im Klang, in der Natur.
Was hier geschah
Über zwei Tage hinweg verbanden sich Impulse, Musik, Gespräche und Pausen zu einer bewusst entschleunigten Dramaturgie.
Teilnehmende beschreiben die Tage der Resonanz als dicht, ruhig und zugleich tief bewegend. Viele erlebten ein seltenes Zusammenspiel von geistiger Klarheit, leiblicher Wahrnehmung, emotionaler Berührbarkeit und sozialer Verbundenheit.
Statt eines schnellen Konsums von Inhalten entstand ein Raum, in dem Menschen langsamer werden, zuhören, sich selbst und andere differenzierter wahrnehmen – und dadurch Resonanz als lebendige Weltbeziehung erfahren konnten.
Ein wiederkehrendes Motiv in den Rückmeldungen ist das Gefühl, nicht performen zu müssen, sondern präsent sein zu dürfen. Resonanz zeigte sich hier weniger als Höhepunkt, sondern als tragende Qualität, die über den Moment hinaus nachwirkt.
Auftakt mit Peter Roth im Resonanzzentrum
im Klanghaus
Astrid Habiba Kreszmeier
Streunen - im Dialog mit sich und der Natur
draussen
Impuls von Hans Rusinek
So gestaltete sich das Programm
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Resonanzerfahrungen über Klang und die Verwurzelung mit dem geografischen Raum. In einem eindrücklichen Referat spannte Peter Roth grosse Bögen von der Physik zur Spiritualität, vom Kleinen ins Grosse, vom Individuum zu Welt.
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Astrid Habiba Kreszmeier lud uns ein, das «Archiv der Zuversicht» zu betreten – den jahrmillionenalten Resonanzraum, der uns mit Natur, Selbst und Welt verbindet. In ihrem Impuls eröffnete sie, wie wir unsere Aufmerksamkeit regenerieren und Lebendigkeit neu wahrnehmen können – durch das schlichte, paradoxe Verfahren des «Streunens», das Selbst- und Weltbeziehungen zugleich vertieft.
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Was passiert, wenn Künstliche und Menschliche Intelligenz nicht gegen-einander, sondern im Duett auftreten? Hans Rusinek regte uns zum Denken an, woher unsere Konzeption von Arbeit kommt, welche Vorstellungen wir uns machen von künstlicher Intelligenz und was menschliche Intelligenz eigentlich alles bedeuten kann. Er rief dazu auf, menschliche und künstliche Intelligenz klug miteinander zu verweben. Ein Impuls voller überraschender Perspektiven auf Automatisierung, Resonanz und die Frage: Gibt es eigentlich intelligentes Leben im Büro?
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Wie kann Resonanz gelingen, wenn Positionen weit auseinanderliegen? Lea Suter lud uns in die Dialogarbeit ein. Die Teilnehmenden übten zentrale Elemente der Methode gleich selbst – im persön-lichen Gespräch über Resonanz als Kraft, die verbindet, bewegt und verwandelt.
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Yves Bossart hat - in gewohnt souveräner Manier - die Impulse der Referent:innen in einem wunderbaren Gespräch zusammengewoben und alltagspraktische Bezüge geschaffen.
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In den Pausen, während den praktischen Übungen, im Plenum und während des abschliessenden Austausches im World Café Format konnten die Teilnehmenden die Impulse verarbeiten, Stille, Natur und Klänge auf sich wirken lassen, Brücken in den Alltag schlagen und sich mit Gleichgesinnten vernetzen.
Was nachklingt…
Der Resonanz-Summit wurde von den Teilnehmenden als dichter, zugleich entschleunigter Erfahrungsraum erlebt. Viele beschrieben ein seltenes Zusammenspiel von intellektueller Schärfe, leiblicher Erfahrung, emotionaler Berührbarkeit und spiritueller Tiefe. Die Wirkung ist leise, aber nachhaltig: bewussteres Zuhören, andere Pausenkultur, Handy-Hygiene, mehr Präsenz.
Statt eines klassischen Konferenzmodus entstand ein Raum, in dem Menschen nicht nur zuhörten, sondern sich selbst, einander und den Themen in Beziehung setzten: durch Dialog, Stille, gemeinsames Wahrnehmen, Reflexion und Austausch. Resonanz zeigte sich dabei weniger als Begriff, sondern als konkrete Erfahrung – im Denken, im Körper, im Gespräch und im gemeinsamen Tun.
Ein wiederkehrendes Echo der Teilnehmenden war, dass sie sich ernst genommen, herausgefordert und zugleich gehalten fühlten. Viele sprachen von einem nachhaltigen Nachwirken über die Veranstaltung hinaus.
Ausblick - Tage der Resonanz 2026
Die nächsten Tage der Resonanz sind in Planung. Merke dir bereits den 17./18. Oktober 2026 vor! Bei der inhaltlichen Gestaltung des Programms folgen wir unserem Fokusthema „Weltbeziehung - wider die Gleichgültigkeit."
Uns ist es ein Anliegen, dass wir - gerade in diesen krisenhaften Zeiten - nicht dem Ohnmachtsgefühl nachgeben und den Rückzug ins Private bzw. Persönliche antreten, sondern uns mutig und entschieden für eine nachhaltige und gerechte Welt einsetzen. Und das beginnt damit, uns als Teil der Welt zu erleben, als in Beziehung mit der Welt.
Mit Weltbeziehung meinen wir ein Leben im Dialog mit der Wirklichkeit. In diesem Verständnis entsteht zwischen „mir" und der „Welt" ein lebendiger Beziehungsraum: ein Raum, in dem ich eingebunden bin in etwas Grösseres und zugleich fähig, mitzuwirken und mitzugestalten.
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