Trilogie Teil 3: Haptic Gamma Embodiment
Gastgeber: Marcelo de Soza Muniz und Sophia Lanz
Wie wird Beziehung spürbar – jenseits von Worten?
Der dritte Abend widmet sich dem haptischen System, jenem System der Wahrnehmung, das durch Berührung, Spannung und Schwerkraft unser Verhältnis zum Raum strukturiert.
Marcelo Muniz und Sophia Lanz arbeiten mit Ansätzen, die Bewegung als Ergebnis tonischer und sensorischer Ausrichtung verstehen: Haltung, Druck, Gewicht und Richtung formen, wie wir Raum erleben und Beziehung aufnehmen. In diesem Verständnis bedeutet Spüren nicht bloss Fühlen, sondern eine mehrschichtige körperliche Orientierung – ein Wahrnehmen über Haut, Gewebe und Muskelspannung hinweg, das uns fortwährend mit der Umgebung in Austausch hält.
Über feine Experimente mit Tonus, Gleichgewicht und räumlicher Ausrichtung wird der Körper als Resonanzorgan erfahrbar, das ständig Impulse von aussen und innen verarbeitet.
So öffnet sich ein Wahrnehmungsfeld, in dem Bewegung, Schwerkraft und Beziehung als unmittelbare Erfahrung zusammentreten.
In der Reflexion wird gefragt, wie dieses haptische Bewusstsein unsere Beziehung zur Welt verändert – als verkörperte Haltung, in der das Spüren selbst zu einer Form von Denken und Weltbezug wird.
Forschungstrilogie 2026
“Die Physik der Beziehung - Resonanz als verkörperte Praxis hin zur Weltbeziehung”
Wie entsteht Resonanz – körperlich, relational, weltbezogen?
Der ResonanzHub lädt 2026 dazu ein, Wahrnehmung als Forschungsfeld zu betreten:
Wo beginnt Beziehung im Körper, und wie wird sie spürbar im Kontakt mit der Welt?
Aufbauend auf dem Abend „Was wir sehen – und was uns bewegt“ (Juni 2025) widmet sich die Reihe drei zentralen Dimensionen verkörperter Wahrnehmung: dem visuellen, dem neurophysiologischen und dem haptischen System. Jede dieser Ebenen eröffnet einen eigenen Zugang zu Resonanz – als Zusammenspiel von Aufmerksamkeit, Regulation und Spürfähigkeit.
Die Abende sind als experimentelle Forschungsräume angelegt, in denen sich wissenschaftliche Erkenntnisse und somatische Erfahrung begegnen. Teilnehmende sind eingeladen, Wahrnehmungsprozesse nicht nur zu beobachten, sondern aktiv zu erforschen:
Wie verändert sich Sehen durch Bewegung?
Wie reguliert sich Beziehung über das Nervensystem?
Wie formt Berührung unser Weltverhältnis?
Jede Veranstaltung folgt der Struktur Kontextualisierung – Erforschung – Reflexion.
Im abschliessenden Austausch werden Beobachtungen, persönliche Erfahrungen und interdisziplinäre Perspektiven miteinander verknüpft – als Beitrag zur Vorbereitung des Summit „Weltbeziehung“ im Oktober 2026.
Diese Reihe versteht sich als Vertiefung und Erweiterung:
Vom Sehen über die Regulation zum Spüren entwickelt sich eine Annäherung an Resonanz – als physikalisches, leibliches und soziales Phänomen – und als gelebte Praxis der Weltbeziehung.